Aus dem Zeugnis eines lauten Kindes (vor der Korrektur):
Geübte Texte kann M. mit nur wenigen Fehlern nach Diktat aufschreiben. Bei fremden Wörtern und beim freien Schreien macht sie jedoch noch viele Fehler….
Aus dem Zeugnis eines lauten Kindes (vor der Korrektur):
Geübte Texte kann M. mit nur wenigen Fehlern nach Diktat aufschreiben. Bei fremden Wörtern und beim freien Schreien macht sie jedoch noch viele Fehler….
Klassenfahrt im vierten Schuljahr – eine ganze Woche (also Montag bis Freitag, vier Übernachtungen). Erste Handlung nach dem Mittagessen: Betten beziehen. Für Kinder mit der Durchschnittsgröße von 1,45m nicht ganz einfach. Außerdem hat Mama das immer gemacht, keiner hat’s geübt. Ergo sind die begleitenden Lehrpersonen gefragt, werden um Hilfe angebettelt.
Im ersten Jungszimmer herrscht Verzweiflung. Die Decken in die Bezüge zu stopfen, hat schon nicht geklappt. Der Lehrer zeigt, wie es geht: Bezug „auf links“, reingreifen, das Steppbett an zwei Ecken nehmen und den bezug „drüber schütteln“. Unten zuknöpfen, fertig.
Nach zwei Betten staunt Andi: „Mensch, ich glaub’ der Herr H. kann wirklich alles!“
Weiberfastnacht: Zwei Kolleginnen haben sich als Bienen verkleidet. Als sie das Lehrerzimmer verlassen, sieht sie ein Erstklässler und ruft den anderen zu:
„Guck mal, eine Biene und eine Hummel!“
Sachunterrichtstest „Die Länder der Bundesrepublik Deutschland“, letzte Aufgabe: Schreibe auf, was du von Hessen weißt. Nico schrieb:
„Da Justin meine Blätter hatte, kann ich leider nichts dazu schreiben. Ich kann nur sagen, dass mein Patenonkel K. in Hessen wohnt und hoffen, dass ich dafür wenigstens einen Punkt bekommen kann.“
Sami hat eine ziemlich große Klappe. Als im Sachunterricht die Hauptstädte der Bundesländer abgefragt wurden, konnte er sie wieder mal nicht halten. Daraufhin erhielt er einen Magnetstreifen mit dem Aufdruck „Mainz“, um ihn auf der magnetischen Deutschlandkarte richtig anzuhängen.
Der erste Versuch landete in Niedersachsen und mehrere Kinder riefen „Nein“.
Beim zweiten Versuch war’s wieder falsch; diesmal riefen mehr Kinder „Nein“.
Der dritte Versuch, der vierte Versuch, der fünfte Versuch – und jedesmal wurde der „Nein“-Chor stärker.
Sami verärgert: „Ihr wisst es doch auch nicht besser!“
Die ganze Klasse: „Doch!“
Einschulungstag. Die neuen Erstklässler/innen befinden sich schon auf dem Schulhof und warten auf Einlass in die Turnhalle. Die meisten Kinder sind richtig schick herausgeputzt.
Auf einmal steht E. aus der vierten Klasse vor mir. Sie zeigt auf ein kleines Mädchen in einem rosa Kleid und fragt: „Herr H., machen die Karneval?“
(E. hatte ein ähnliches Kleid zu Karnval als Prinzessin angezogen…)
Übungsdiktat: „Die größten Landsäugetiere“, hieß die Überschrift
Bei I. aus Bosnien stand „Landsorgentiere“.
Manchmal spielt einem auch „Vorwissen“ einen Streich; so schrieb C. in einem Abschreibtext nicht „Weidezaun“, sondern „Weizenzaun“.
Sportfest (Bundesjugendspiele). Drittklässler Andy hat eine Blase am Fuß, soll aber trotzdem mitmachen: Gang zum Sportplatz (35 Minuten), 50m-Sprint, Weitsprung, Schlagball werfen.
Hinterher fragt ihn seine Klassenlehrerin: „Na, Andy, war’s sehr schlimm oder ging’s?“
Antwort: „Ging’s.“
Trubel in der Pause. Einige Kinder haben ganz wichtige Dinge, die dem Lehrer erzählt werden müssen. Dann steht N. vor mir, legt den Finger ans Kinn und sagt:
„Jetzt hab’ ich’s vergessen! Weißt du, was ich dir sagen wollte?“
Montags-Erzählkreis im ersten Schuljahr. Schülerin C. berichtet, dass ihr Vater ins Krankenhaus muss. Besorgte Frage der Lehrerin: „Was hat er denn?“
Souveräne Antwort der 6-jährigen: „Ist nicht schlimm. Der bekommt nur die Samenleiter durchgeschnitten. Mama hat gesagt, er hat genug Kinder.“