Archiv für Januar, 2008

Nicht jeder so früh

Morgens, 7.25 Uhr, als Lehrer H. die Schule betritt, steht eine seiner Schülerinnen (3. Klasse) mit ihrer Schwester (7. Klasse Realschule) vor dem Lehrerzimmer: „Ist hier heute keine Schule?“
„Wieso?“
„Ist ja keiner da!“
„Na ja, der Unterricht fängt ja auch erst in 45 Minuten an.“

Wirklich verständlich war der Großen diese Antwort aber wohl nicht…

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Drastisch, um des Begreifens willen

Sexualkunde, 3. Schuljahr: Es wird besprochen, wo denn bei der Geburt die Babys rauskommen. Nachdem das geklärt war, kam von einem Schüler Protest: „Nee, die kommen doch aus dem Po!“

Dem Schüler wurde mehrfach versichert, dass das nicht so ist und anhand der kopierten Skizze gezeigt, dass es nicht so ist, sondern die Kinder die Gebärmutter durch die Vagina verlassen. Als er das weiterhin nicht glauben wollte, meinte ein Mitschüler trocken: „Du bist auch so eine Arschgeburt.“

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Fachkundlich

Marco sitzt fast ganz vorne. Bei der Wochenplanarbeit kommt er nicht, wie die sonstigen Kinder, nach jedem Blatt zum Abzeichnen nach vorne, sondern „sammelt“. Die Aufgaben werden gestapelt und dann dem Lehramtsanwärter und der Lehrerin ans Pult gebracht. Das ist ein ziemlich instabiler Stapel und der Weg zum Pult hatte beinahe schon ein Unglück gebracht.

Beim Verlassen des Pultes passiert es dann: Kaum von der Tischplatte genommen, fallen seine Hefter, Hefte und Bücher runter. Marco sammelt alles zusammen, nimmt den Stapel auf, macht zwei Schritte – und schon wieder liegt alles auf dem Boden.

Ganz vorne sitzt sein Freund Dennis, der sich das Spiel interessiert ansieht und den am Boden sitzenden Marco grinsend fragt: „Was machst du da?“

Die Antwort: „Erdkunde!“

(Die nächsten 5 bis 10 Minuten wurden keine weiteren Aufgaben kontrolliert – die Klasse sah von Lehrerin und LAA hauptsächlich den jeweiligen Rücken…)

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Lehrer-Kinder?

Als relativ junger Single kann es passieren, dass man im Umkreis/Freundeskreis reihenweise Kinder in die Welt kommen sieht. Auf Geburtstagen, sonstigen Festen und weiteren Gelegenheiten trifft man dann Leute, die die Freunde auf dem direktesten Umweg – über die Kinder – kennen gelernt haben. Mit denen beschnuppert man sich dann. Unvermeidlich fragen diese Kinderbesitzer irgendwann:

„Und, hast du auch Kinder?“

Ja, 29.

Stutzen. Hochgezogene Augenbrauen. Dann doch ein Grinsen: „Ach, bist du Lehrer?“

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Figurprobleme

Wie jedes Jahr steht kurz vor Weihnachten wieder ein Teller mit echten Aachener Printen (keine Fabrikware!) auf dem Tisch. Reaktionen:

- die neue Schulleiterin: Ach, was ist das denn?

- eine Kollegin: Mensch, haste wieder das dolle Zeug mitgebracht? Ich kann nicht die Finger davon lassen!

- eine jüngere Kollegin: Ich auch nicht. Dabei wollte ich doch über Weihnachten nicht zunehmen.

- der Spender: Is’ ja noch nicht Weihnachten…

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Zuneigung

„Zwerg“-Schule im Siegerland: Eine Lehrerin hat gelegentlich Probleme mit den Bandscheiben. Während der Pause wird sie von einer Schülerin ihrer Klasse vorsichtig umarmt, die ihr sagt: „Ich hab’ dich lieb. Aber ein bisschen stabiler müsstest du sein.“

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Nachwuchsarbeit

Erste Klasse, vor den Herbstferien – ein Erstklässer zur Lehrerin:
„Frau B., hast du eigentlich Kinder?“

Daraufhin ein anderes Kind:
„Nein, die ist doch noch viel zu klein!“

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